Band 
Erster Band.
Seite
52
JPEG-Download
 

52 Seines Reiches plotzl. Verschwinden.

gen Niedergang das Norikum, östlich durch Mosten,gen Süden durch Dalmatien begränzt: eine Hcimathmit vielen schonen Städten prangend, Sirmium dieerste, die letzte am andern Ende,Vin d o min a (Vin-domana heißt es in andern Handschriften, wie in derNotitia, statt Vindobona — I. Heft, Seite 90 , gi).Einige Reste der Hunnen und der Sarmaten unddie Cemandri, erhielten Sitze bey der Burg Martenaim Jllyrikum. — Die Gothenkönige, Gebrüder, W a-l a m ir, T h e 0 d e m i r und W i d i m i r, hatten wohlgetheilte Sitze, aber nur eine» Willen. Walamirweilte zwischen der Scarniunga und dem schwarzenWasser (zwischen Drau und Sau?), Thcodemir amPelso-Sce (II. Heft, Seite 2o5), Widimir zwischenBeyden. — Die Verwirrung der damahligen Zeitenund die große Verschiedenheit des Umfanges dersel-ben Bezeichnung, z. B. Jllyrikum, Dalmatien rc. gibthier großen Zweifeln und Widersprüchen freyen Spiel-raum. — Unbestritten gehorchten wohl unser Obcr-Pannonienund Norikum, dem Westgothen Alarich,Eroberer Roms. — Daß aber nach Attilas Tode, dieOstgothen des am Neusiedler - See hausenden Theode-mir, ihre Herrschaft über Vindobona, V i n d 0 m a-n a hinaus, ausgebreitet, wird wenigstens in den Quel-len nicht ausdrücklich angegeben und scheint eine Stel-le der Legende S. Severius (Cap. II.) gegen sich zuhaben, weder Rügen-König Flaccitheus, im Be-ginne seiner Herrschaft große Furcht hegt vor den zahl-losen Gothen aus dem untern Pannonie», jedoch vondem Mann Gottes getröstet wurde, sie würden fried-