Band 
Erster Band.
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Vindobona, Vindoman a.

sich (nach Italien) hinunterzichen. Aber eine Abhän-gigkeit von den Gorhen scheint gerade daraus hervor-zugehen , daß Flaceitheus von den Gorhenkonigen dieE r l a u b n iß, nach Italien zu ziehen a ng esuchthatte und, weil sie ihm verweigert worden, fürchre-te, es sey bereits über ihn das Loos des Untergangesund Todes geworfen, (deflebat se transitum in Ita-liam postulasse a principibus Gothorum, a qui-bus non dubitabat se occidendum, quia hoc eidenegatum fuerat!) Daß das römische Westreichnoch einen Schatten von Hoheit an der Donaugränzcübt, daß in Valentinians Castellen, hier und da nochrömische Soldaten weilen, beweiset nichts dagegen,denn die Gothen erhielten ja das Land von den Rö-mern, nahmen von ihnen Sold und hießen, wie soviele andere Barbaren, ihre Hülfstruppen, ihre Ver-bündeten ! — Das einzige in solcher Ebbe und FluthGewisse, ist der Anfang der mehrgedachten Legende:„In den Tagen, als der Hunnenkönig Attila starb,waren beyde Pannonien und die gesammten Donau-lande eine Beute der größten Verwirrung." (rebusturbabantur ambiguis.) — Die Ostgothen, stolzauf den Sieg über die Hunnen, stolz auf die Bundes-erneuerung mit Byzanz, die ihnen Land und Geldsicherte, ließen den Nachbarn ihre Übermacht unge-scheut fühlen. In die alten Sitze der Markomannen ,und Quaden auf dem linken Donauufer, vom Man-hardsberge bis über die Waag und Gran, waren He-ruler und Rügen eingewandert; jener Landstrich hießauch zum Theile R u gilan d, immer milder auf dem