Band 
Erster Band.
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G r a n z st ad t d. O stgo t h e n in P a n n o n i en.55

Donau , die Gothen überfielen und der König Wala-mir tödtetcn. Die Gothen drohten das ganze Volkder Scyren auszurotten; allein die Suevenfursten Jpu-nimund und Alarich gewannen den Bund der Sarma-tenkönige Beuga und Babai, sammelten die Reste^erScyren unter ihren Fürsten Eticho und Wulf, vieleGepiden und Rugier. Aber Theudemir erfocht zumzweyten Mahleden Sieg. Einige Zeit darauf als har-tes Eis sich über die Donau wölbte, führte Theude-mir seine Gothen darüber, den Sueven in den Rü-cken , fand aber auch die Alemannen mit den Suevenvereint und das ganze rhatische Gebirgsland von ih-nen besetzt. Jornandes Rühmen von Thcudcmirsneu-erlichen Siegen, scheint nicht frey von nationaler Par-teylichkeit, nicht frey von Widersprüchen mir dem Gangder Ereignisse; denn Gibuld und Hunnimund durch-ziehen von dem an, von Jller und Lech bis an dieEnns und March, alles rhatische und norische Land,wie es scheint, den Hernlern stets eifersüchtig zurSeite, als diese ihre Augen auf Italien richteten,also daß ihr Heeresfürst O d o a k e r der Scyre, (SohnEcichos und Bruder Wulfos, Aonulfs, Welfs), imrömischen Kriegsdienste gebildet, sich wider die Ale-mannen an die Franke n schloß. — AbenteuerndeHaufen von Herulern, Schyren, Turcilingett, wa-ren schon mehrmahls auf Sold über die Alpen gezo-gen, hatten im Heer und in der Leibwache gedient;Odoaker selbst war Waffenträger (eine sehr angeseheneStelle) bey des letzten Kaisers Vater, bey dem mächti-gen Feldherrn Orestes gewesen.