S. S everin.
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Alle Herze» müssen schmelzen in der Lesung vonSeverins Legende, wie der Heilige in der Besserungund Rettung des unglückseligen Geschlechtes, seinganzes Leben verzehrte, wie er von Asturis nachComagena, von dort nach Fabianis und von Wienseinem Lieblingsaufenthalt, nach Laureacum, nachBatavaCastra, nach Boitro, (Bojodurum, die Bö-ser - Überfuhr, Beydes Passau, am dreyfachenFlufigebiethe,) auf eignen, bloßen Füßen »der durchVertraute und Bothen geeilt, sie vom Untergangzu erretten. — Schon waren höher an der Donaudie alten Römerstadte dahin. — Brigantia, Dre-genz, am gleichnahmigen See, Campodunum, dieDrususstadt an der Jller, Kempten, die Augustader Vindeliker, blühten langsam wieder als germa-nische Städte und zwischen Lech und Bodensee, warman vorzugsweise im Sueven - im Schwaben - Land.■— Diese Suevalemannen mähten nacheinander dierömischen Niederlassungen, immer weiter die Donauhinauf, so auch Künzer, Quintana Castra an derDonau, zwischen Passau und Regensburg. Was sichretten konnte, floh hinunter indas große Stromthal,wo der 2»n aus dem rhätischen Gebirg und die Jlzaus dem Böhmerwalde, sich in die Donau münden.
Gibuld, der Alemanenkönig, zog heran genPassau, weniger es zu erobern, als den heiligenMann zu verehren. Rasch ging Severin ihm weitvo« die Stadt entgegen, Gefahr, Unkosten und Pla-ge so zahlreichen Besuchs ihr zu ersparen. Wie KönigGibuld den Diener Gottes erschaut, durchschauerte ihn