Band 
Erster Band.
Seite
62
JPEG-Download
 

6s Allge m eine V e r w It st II n g d II r ch

eine heilige Ehrfurcht und ein solches Bebe», wie er inden größten Gefahre» der Schlacht nie eiiipfiinde». Erschenkte der frommen Fürbitte, alle im alemannischenLande gefangenen Römer. Also obsiegt derinwohnendeGeistesfunke, derGott im Innern, der rauhen Übermachtder Körper und Waffen, das Unsichtbare dem Sicht-baren— und so m u si es auch seyn, sonst wäre imKrieg Aller wider Alle, nicht Rettung noch Ziel —und blutige Vertilgung wäre ein größeres Werk, alsdie Befreyung der Fluren von reißenden Ungethünien.„Der Mensch in seinem Wahn" ist das reißendste.

Einst kam auch ein Haufe kriegslustiger Herulerin Severius friedliche Clause um seinen Segen; dennsie zogen auf gefahrvolle Abenteuer in Italien. (465— 470?) Einer aus ihnen, ein tharenlustiger Jüng-ling, schlank, wie der Schlag seines Volkes, das da-von genannt wurde und so groß, daß er in der engen,kleinen Zelle gebückt stehen mußte, vernahm von demheiligen Greis die inhaltsschweren Worte: „Zieh' hinin Deinen armseligen Thierfellen; Italien tauscht Dirsie für köstlichen Schmuck und Vielen magst dann Dugroße Gaben spenden." — Das geschah. Der Jüng-ling war O d 0 a k e r, der seinen alten Herrn, Orest,ermorden ließ, den barbarischen Hülfsvölkern gab,was dieser ihnen verweigert hatte, den dritten Theilder Gründe. Odoaker wurde König Italiens, gewal-tig von der Meerenge Siciliens, bis an die Donau.

Zahllose, mit Ehrfurcht durchdringende Erinne-rungen , die in il it är i sch e Nothwendigkeit der Kund-schaftsnachrichten , der Beobachtung des wichtigen