Band 
Erster Band.
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76 Od 0 aker, K 0 nig von Italien,

Raub und Blutbäder, Alles dahin und für immer! —Rom, binnen so vieler Jahrhunderte, durch Bewunde-rung oder Haß, die Gebietherinn einer Welt, ver-lor den Scepter der Erde, nicht einmahl in einerSchlacht! — Der Knabe A u g u st u lus ließ ihn zit-ternd fallen und der Barbar Odoaker, würdigte sichnicht einmahl, ihn aufzuheben!

Unser Vindobona sah Marc-AurelsSiege und seinen Tod. Schon unter ihm, hatte derMarkomannenbund die Donaugränze, ja sogar Ita-liens heilige Marken überschritten. Noch nicht hundertJahre und Aureli an wurde mit genauer Noth,Roms vierter Romulus, wie Camill der zweyte, Ma-rius der dritte gewesen (Heft l. 64.) — Wieder we-niger als hundert Jahre und an den Pforten desWeltreiches gen Mitternacht und Aufgang, pochten,rasten und rüttelten furchtbare Riesen und vernahmman ein wildes Toben von Chinas Mauer bis überdas caspische und gegen das schwarze Meer und vomCaucasus bis an die Donau.— Schon Julian, alser nach der Chnodomars-Schlacht aus dem Schwarz-wald hervorbrach, längst der Donau heruncer, durch un-sere Städce, auf unsern Schiffen, zum Bürgerkriegwider den letzten Sohn des großen Constantin zie-hend, fand zwischen Rhein und Donau, zwischen derDonau und den Alpen, ein weit weniger der Verwal-tung Roms, als den durchstreifenden Barbaren be-kanntes und verwandtes Land. — Wie mit des gro-ßen Theodosius milden und muthigen Augen,auch der letzte Hoffnungsstrahl gebrochen, brechen auchund stürzen, Erdbeben gleich, die lang erschütterten