Der Cilly und der Eytzinger. i55
seiner Stelle Landeshauptmann, Eytzinger aber bliebMitglied des geheimen Rathes und geleitete den Königzur böhmischen Krönung und nach Breslau. Das Volkhaßte ihn so sehr, daß er selbst dessen angeklagt wurde ,was seine Feinde gethan. So als der Waldsee die Re-gierung unter der Enns und dem Sradcralh mit neuenBeysitzern besetzte, die Wahl des BürgermeistersThomas Schwarz vernichtete und einen Ritter OswaldRcichols an seiner statt ernannte. —Ein kaltes Jahr,in dem der Wein gänzlich mißrieth , steigerte das Miß-vergnügen. Eine Feuersbrunst verzehrte an hundertHäuser. Des Eytzingers Widersacher forschten in desKönigs Gemüth und fanden nur allzuviele Geneigt-heit, sich wieder in das alte Joch zu schmiegen. Ey-tzinger verbannte sich freywillig auf seine Schlösser.Der Cilly, der indeß beym Kaiser, bey Venedig, >amir den Türken unterhandelt und als ihm Alles fehl-geschlagen , festvertrauend auf Ladislavs Schwacheschon in der Nähe gelauert, kam nach Wien zurück(z455). Der König, die Landherren, ritten ihm entge-gen und das Volk, das den Verbannten geschmähtund mißhandelt, jauchzte dem Wiederberufenen zu!Er hatte nun kein Hinderniß seiner Allgewalt mehr,als den großen Hunnyad und sein Haus — doch denVater, leider nicht lange. Er überlebt Belgrads Ret-tung, seinen herrlichsten Sieg, wie Wir bereits ge-hört, nur um wenige Wochen. — Dieser Tod , allerWelt tiefe Betrübniß, erfreute den verruchten Cilly.Mit schamloser Stirne, wünschte er dem schwachenköniglichen Jüngling Glück, zweyer seiner ärgsten