8 Aufhebung von Acht und Bann.
de dem Volkerstorfer geleistet , die Artikel verlesen,der Freyheiten Bestätigung versprochen. Die päpstli-chen Legaten kündigten feyerlich Losung des Banne-und großen Ablaß. Man hielt mir den Heiligtümerneinen Umgang, das Tedeum begann, alle Glocken er-tönten. Auf allen Plätzen brannten Freudenfeuer.Gott zu Lob und dem Kaiser zu Ehren, das Ende derlangen und schweren Trübsal und den seligen Friedenzu feyern.
Mit Acht und Bann waren auch alle jene be-drohlichen Anstalten aufgehoben, womit Friedrich dieQuellen des Reichthumes der Stadt zu verschüttenund Wiens Handel und Gewerbe ganz nach den, ihmunerschütterlich getreuen Städten Krems und Steinzu lenken gedachte und diesen Wiens Niederlage unddas Srapelrechr, die Münze und Hausgenoffenschaft,Ansiedelungsgunst und freyen Hausbau, Mauchfrey-heit und Brückenrechte verlieh. — Es wuchs der Wohl-stand von Krems und Stein, aber als die Wienerdem Kaiser wieder versöhnt waren, siegte auch dasgroße llbergewicht ihrer um so viel günstigeren Lage,das Übergewicht der dort umlaufenden Masse vonGeld und Geldmitteln, des alten und erstarkten Be-sitzes, der alten Verbindungen Wiens mit Regensburg,Kölln, Ulm und Mastricht, mit der Hanse und mitden deutschen Herren in Preußen, nach Böhmen undPohlen und gegen Venedig hinein.
Trotz dessen war noch immer kein völliger Frie-den. — Wien sollte es schwer empfinden, was essey, auch nur einen-Stein am Bau der alten, se--
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