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D i e Aussöhnung zu Neustadt.
ferlichen Thron gerufen, thaten den Fusifall um Ver-zeihung und Vergessenheit des Vergangenen. DerBischof von Gurk hieß sie aufstehen, fragend, ob siesonst noch Etwas vorzubringen hätten? Der Bürger-meister überreichte eine Schrift, worin sie um Aufhe-bung der Acht und des Bannes bathen, um Berück-sichtigung dessen, was der Tag zu Hadersdorf wegendes Landfriedens und wegen des gottlosen Söldner-volkes vorgeschlagen und um Bestätigung ihrer altenRechte und Freyheiten. — Der Bischof hieß sie nachHause gehen und dort das Weitere in Geduld eriparten.In einigen Tagen wurden sie wieder in die Burg geladenund erneuerten ihre Bitte und ihr Gelöbnis;. Dasprach der Bischof in Friedrichs Nahmen: KaiserlicheMaiestäc wolle Gnade für Recht ergehen lassen undalles Vergangene als nicht geschehen betrachten, da-ferne die Wiener ihm, als ihrem rechten und einzi-gen, natürlichen Erbherrn schwören und künftig diealte Treue bewahren. Mit dieser Antwort kamen dieAbgeordneten nach Wien zurück ( 5 . Febr. 1464), mitihnen zwey päpstliche Legaten und als Machtbothendes Kaisers, Georg von Volkerstorf, Heinrich derTruchseß, Hanns Mühlfelder, Hanns von Pellendorfund Meister Härtung von Capellen.
Am Dorotheentag um acht Uhr Morgens erscholldie große Glocke bey St. Stephan und Reich undArm von gemeiner Stadt strömte in den Probjrhof.Dahin erhoben sich auch die Legaten des heiligenStuhls und des Kaisers Machtbothen im vollen geist-lichen und weltlichen Staat. Der Eid der Treue wur>