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Vierter Band.
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Der Wiener Rache an Oberlaa. ,3

nahe jene ganze Straße in die Asche legte. — DerBau des Stephansdomes und des zweyten Thurmeswar während des unseligen Bruderzwistes und Bür-gerkrieges nur langsam fortgeschritten, die frommenVermächtnisse aber nicht ausgeblieben. Der Landes-fürst steuerte wöchentlich vier Pfund Pfenninge bey.Ungeheure Steinkasten wurden von Hetzcndorf, Man-nersdorf; Dreitenbrunn, Steyereck und Burgschlei-nitz herbeygebracht. Der Arbeitslohn stieg mehrmahlsso hoch, daß der Steinmetzgeselle täglich 24, derJunge 12, der Hüttenknecht aber 60 Pfenningewöchentlich bekam.

Am 1. Sept. 1467 verloren die Wiener eine,gleich der tyrolischen Elisabeth (V 7 T. 92. 101.) mildeFürsprecherinn in der Kaiserinn Eleonore, einemVorbilde der Liebe und Treue, weiblicher Schönheitund Anmuth und des edelsten, männlichen Muthes.Sie starb in der Neustadt ( 3 . Sept. 1467) im 33 .Jahre ihres Lebens, im i 5 . ihrer mit vielem Kum-mer heimgesuchten Ehe, eine zweyjährige TochterKunigunde hinterlassend und den achtjährigen Mapi-milian.

Als Aneas Sylvius die dreyfache Krone auf seinHaupt setzre, war sein theuerstes und fürwahr einhohes Ziel, einen treuen und engen Bund aller christ-lichen Fürsten wider die Türken zusammen zu bringen,welche Pohlen und Ungarn, Krain, Dalmatien undApulicn zugleich bedrohten. Ungarn war des mittlernEuropa erste Vormauer und der Kaiser staatsrechtlichder geborne Oberfeldherr des Kreuzheeres, das das