i2 Der Wiener Rache an Obertaa.
ser entwich, wie er sagte, Entsatz zu hohlen; indeßhatten der Wiener große Donnerbüchsen die Außen-werke an mehreren Stellen in Schutt gelegt. DieBurgleute schickten hinaus um freyen Abzug; aberwährend der Unterhandlung, drang das erbitterte Volkstürmend in den Zwinger. Da ergaben sich die Bela-gerten auf Gnade und Ungnade. Man führte sie ge-fangen nach Wien; 17 wurden als Räuber am ho-hen Markr enthauptet, die übrigen sammt dem Haupt-mann in den Kärnthner - Thurm geworfen und erst nachgeraumer Zeit, auf des Kaisers Befehl erledigt.
In demselben Jahre 1464 schwoll die Donau sohoch, daß die Lobau und die übrigen Inseln und Au-en ganz unter Wasser standen und kaum die höchstenBäume aus der Fluth hervorragten. Dagegen brann-te wieder i 4?3 eine ungemeine Hitze auf die Fluren.Der Wassermangel war drückend und die Donau konn-te an mehreren Orten zu Fuß durchwattet werden.Dessen ungeachtet wuchs in dem heißen Jahre einschlechter Wein, den Niemand ungewässert trinkenkonnte. Drey Jahre nacheinander verwüsteten auch un-geheure Wolken von Heuschrecke», vom Aufgangeher kommend und gen Westen ziehend die Saaten.Am Tage der Apostelfürsten l 4?4 erhob sich zur Ve-sperzeic plötzlich ein heftiger Sturm, daß die KircheSr. Ulrich zusammenstürzte und den Pfarrer undKaplan am Alrare und 5 o Personen, die sich nichteilig genug retteten, unter ihren Trümmern begrub.— Sechs Jahre früher entstand in der Singerstraßeund Weihenburg eine heftige Feuersbrunst, die bey-