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Vierter Band.
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Wiens 2. Belagerung durch Mathias. 45

Reichs beschloß, Bcrnarden durch die Waffen zurAbdankung zu nöthigen, daß er alles salzburgischeEigen mir Beschlag belegte, die Schlosser brach, diellnterchanen fing und schätzte und mir gleicher Stren-ge gegen den mannhaften Seckauer Bischof, Chri-stoph von Trautmannsdorf verfuhr, der den schwa-chen Bernard zum Entschluß, nicht zu entsagen,sondern als Fürst der Kirche und des Reiches auszu-harren ermuthigt habe» sollte. — Friedrich hatte tau-be Ohren für die Vorstellungen des Papstes und meh-rerer wohlgesinnter Reichsfürsten. Nicht so taub aberwar Mathias, als jene beyden Kirchenfürsten, fürihr Recht seine Macht anriefen. — Eben stand er miteinem Heer an der Save, die Türken zu beobachten,die erst unlängst einen Raubzug bis in die Steyer-mark gewagt. Er hatte über Venedigs Signorie we-gen heimlicher Begünstigung der Türken Beschwerdeerhoben und verlangte nun vom Kaiser den Durchzuggegen sie durch Untersteycr und Kärnthen. Wie aberdie Ungarn im Herzen beyder Lande standen, fiel dieMaske. Alle Salzburger, alle Seckauer Schlösserund Städte thaten sich den Ungarn auf und da derKaiser auch jetzt noch von keiner Vermittlung Etwashören wollte, außer Bernard habe zuvor zu JohannsGunsten abgedankt, warf der schwergereitzte Mathiasoffen den Handschuh hin und — in wenigen Wochenschwärmten die ungarischen Reiterhaufen wieder bisZwettl !— Nur daß Muhamed, der seine Laufbahnmit der Eroberung Constanrinopels begonnen, sie jetztmit der Eroberung von Rhodus und mit einem An-