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Vierter Band.
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44 Bo » fin' s Gemählde von Wien.

Georg Hasler als Fürstbischof auf. An der WienerHochschule erzogen, zu Rom gebildet, hatte Haslerwichtige Geschäfte des Kaisers mit Ruhm besorgt undvom Papste den Cardinalshut erhalten. Das in seinerWahlfreyheit gekränkte Domkapitel hing sich an Ma-thias, öffnete ihm seine vielen Burgen in Österreich,verpfändete ihm das wichtige St. Polten und dasstrombeherrschende Mautern. — Der Erzbischvf Pri-mas von Gran, Johann Flans, (von Andern Becken-schläger genannt, ein Breslauer Schmiedessohn,) ge-fährlicher Anschläge wider Mathias verdächtig, flohnach Wien mit allen seinen Schätzen, die solchen Reibfür Friedrich hatten, daß er seiner eignen unwürdi-gen Lage völlig vergessend, den verhaßten Flüchtlingnicht nur aufnahm, sondern sich all seinen Rathschlä-gen hingab und Alles wagte, um ihn in Österreichund im deutschen Reiche auf dieselbe Stufe zu setzen,zu der ihn Mathias aus dem Staub emporgehobenund die der gelehrte, aber undankbare, ränkevolleMann verlassen hatte. Er erhob ihn zuerst zum Probstder Kathedrale bey St. Stephan zu Wien und zumAdministrator des neuen Bisthums, das Leo vonSpauer anzutreten sich geweigert. Damit nicht genug,beredete Friedrich Bernarden von Rohr, Erzbischofenzu Salzburg, der vom Drang der Zeiten gebeugt,schon früher, den flüchtige» Wunsch abzudanken ge-äußert hatte, seiner Würde zu Johanns Gunsten zuentsagen. Doch Bernarden reute diese Äußerung undder langmüthige Friedrich gerieth darüber in solchenGrimm, daß er gegen die Gesetze der Kirche und des