Band 
Vierter Band.
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Tu felix Austria nube!

Doch bald wurde jene Idee des Gleichgewichtsund eines europäischen Gemeinwesens/ ei-ner christlichen Staatenfamilie/ durch einen viel um-faffendern und eben so plötzlichen Umschwung der Macht-verhaltnisse angeregt. Ohne furchtbare Rüstungen /ohne Geld, ohne Krieg und Sieg, bloß durch Hei-rath und Erbe / schien das Glück auf einmahl all' sei-ne Gunst eben so hartnäckig Habsburg zuzuwenden,als es dasselbe / seit einem halben Jahrhundert geflo-hen hatte.

Maximilian hatte nähmlich seinen einzigen /i8jährigen Sohn Philipp/ (2 1. October 1496) mitJohanna/ der jünger» Tochter Ferdinands des Ka-tholischen von Arragon und Jsabellens von CastilieN/seine Tochter Margarethe aber (4. April 1497) mitdem spanischen Kronprinzen Don Juan vermählt. Die-ser verblich im ersten halben Jahre. Margarethe genaswenige Tage darauf eines todten Kindes. Johannensältere Schwester Jsabella starb plötzlich auf demReichstage von Saragossa/ der ihr und ihrem Gat-ten, dem portugiesischen Manuel als Thronfolgern ge-huldigt. Nach zwey Jahren folgte ihr einziger SohnMichael ins Grab und der Erzherzog Philipp, derErbe Burgunds, war, durch ein seltnes Zusam-mentreffen von Umständen, die keine menschliche Weis-heit vorsehen, berechnen, fordern oder hindern konn-te, zugleich präsumptiver Erbe der Kronen Spa-niens in beyden Welten und Frankreich somit durchihn im Norden und Süden bedroht, während es semebeste Kraft in gefährlichen Kriegen jenseits der Alpen