8ß Die Entdeckung der neuen Welt.
ft a d t jener h a bsb urg i sch e n Fürstenb r ü-der, in deren Reichen die Sonne nie un-terging, so verschwindet er doch gegen das erhobeneSchauspiel, daß plötzlich, auf einen Zauberschlag,eine ganze unermeßliche neue Well vontausend unbekannten Völkerstämmen auf die Bühnehereinbricht, daß die ganze alte Welt bebt und zucktvon der in allen ihren Adern hiedurch aufgährenden undkochenden völligen llmstaltung? — lind was ist wiederdieses, gegen den h v h e n T r i n in p h menschlicherG e i st e s - u n d Willenskraft, daß ein armer,wissensdurstiger, edler Genueser, lang als ein eitlerTräumer verlacht, lange vergeblich bey allen Regie-rungen, nur um die Kosten der ersten Ausrüstung bet-telnd, auf dem Meerpfade gen Westen, Ostindiensuchend, fand, was er nicht gesucht, oberes da-für hielr!? Columbus Nahmen schwebt hoch überjedem Wechsel der Zeiten, hoch darüber hinweg, daßdie Seinen ihn durch Aufruhr und Verrath, der Hof,den er so groß gemacht, durch Verfolgung, durch bit-tere Noth, durch Ketten belohnt, daß er keinen ruhi-gen Augenblick mehr gezählt hat, als im Grabe, daßselbst der Nahme der neuentdeckten Welt nicht ihn,den Mann von altrömischer Beharrlichkeit und Unei-gennützigkeit preiset, sondern den eiteln und habsüch-tigen Florentiner Am erigo Vespueci!?
In den Tagen der Kreuzfahrten und der Römer-züge , war für die Donaustadt Wien, für diese öst-liche Granzburg des Reiches, C o n st a n t i n o p e l desWelthandels Hauptstadt— und wie Venedig in