Band 
Vierter Band.
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Die Gewerbe.

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ermattende Flamme mit zwey Millionen seiner Schuld-verschreibungen ; also daß Carl, den königlichen Schatzvon Frankreich beschauend, mit Grunde sagen mochte,„ich habe einen Leinweber zu Augsburg, der kann euchalle die Herrlichkeiten baar auszahlen."

Bald nach dem Falle Constantinopels, bald nachder Entdeckung der Inseln des grünen Vorgebirges, derErfindung der Buchdruckerkunst und kurz vordie Portugiesen Guinea gefunden und die Linie pas-sirt, waren zu Wien die Klagen allgemein und lautgeworden, über steigende Theuerung, Störung desVerhältnisses zwischen Geld und Waare und Wucher.— Friedrich IV. wählte in Handels-und Munizi-palsachen Mittel, die für den Augenblick nicht vielKopfbrechen kosteten. Er wollte eine Tage anfalle Le-bensmittel und Waaren, gleichviel ob aus dem Wald,aus der Schlachtbank und dem Bäckerladen oder aus demKaufhaus zu Venedig, aus den Demantschleifereyeirzu Brügge? Wohlbezahlte Privilegien, Stapel-undNiederlagsrechte untersagten dem einen, was dem an-dern vergönnt blieb, und entstand Klaggeschrey darü-ber, so bekamen wohl beyde Theile Brief und Siegelüber die nähmliche Sache und mochten sich dann selbstzu rechte finden. Auf den Befehl, eine allgemei-ne Satzung einzuführen, erinnerte der Stadt-rath, es könne den Wiener Bürgern nichts erwünsch-ter seyn, da sie wohl Weingärten übergenug, aber we-der einen Ackerbau noch Viehstand hätten und also Alles,wie die Fremden und so theuer als die Fremden aufdem Markc kaufen müßten. — Die gute alte Schei-