D i e Gewerbe.
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denmünze , Pfenninge und Helblinge seyen verschwun-den , dafür hätte man die Kreutzer und die Schindcr-liuge (IX. i 65 , 177) die vorzüglich im Herausgebenfür den »»erfahrnen, gemeinen Mann die verdrießlich-sten Irrungen machten, weßhalb nicht nur die Frem-den , sondern auch die Kaufleute und Bauern nichtsmehr um Münze verkaufen wollten, sondern nurtim Gold.
Es habe die Irrung gemehrt, daß aller Handelund Wandel und alle Rechnung in Österreich auf dasPfund gemacht sey und nicht auf das Gold unddaß meist nur S i l b e r m ü n z e cursire, dagegen aber inU n g a r n , zu V e n e d i g und im welschen Land über-haupt nur auf Gold abgeschlossen werde und da nunjene Unsicherheit gemacht, daß auch der Wiener Han-delsstand nicht mehr in Münze, sondern nur in Goldabschließen wolle, sey der Gulden gestiegen und jederKauf unstät. So viel man kleine Münze herbringe,nehme man sie gern und gebe für rao Pfund Scheide-münze, 116 Pfund Kreutzer, vorzüglich zum Wein-garrlohn, was dieselben wieder heruntersetzte und dieTheurung mehre. Die Ungleichheit der an verschiednenMünzstätten geschlagnen Kreutzer, mache die Leutegleichfalls irre; sie sey so groß, daß manchmahl 20Kreutzer von einem Pfund ausgeworfen würden.
Der Rath dagegen eiferte sehr wider den, ßchin allen Gestalten einschleichenden Vorkaus, drang ausden öffentlichen Verkauf aus den angewiesenen Plä-tzen, beschwerte sich über die Drohungen der Land-herrn, die, um ihre Erzeugnisse gur und schnell anzu-