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Reich th um und Luxus.
ner wurden, war doch eine eigne Satzung nöthig,die Damen sollten dazu nicht mehr als vier mit Edel-steinen besetzte Kleider mitbringen und keines ganz vonGoldstoff, oder mir lauter großen Perlen gestickt. —Aller Verschwendung argfte war aber an der Tafel,sowohl in der Menge der Speisen und des Getränkes ,als in deren, oft nur grillenhafrer Seltenheit undKöstlichkeit. — Die ungeheure Lüsternbeir darnach aberleitete seit der Entdeckung beyder Indien, das ausallen Landern zusammengetragene deutsche Geld, fürdie Genüsse neuer Welten, stromweise wieder hinaus.— Vergeblich eiferte Max seit i4g5 als Gesetzgeberdagegen. Vergeblich donnerte schon iÖ 2 i Luther: „ge-gen den ausländischen Kaufhandel und Wucher, deraus Kalekut und Indien köstlich Maar herbringt, nurzur Pracht und zu keinem Nutzen, das nicht sollt zu-gelassen werden, wenn wir entrecht Regiment undFürsten hatten!" — Auch Ulrich von Hütten,jener geist- und geschmackvolle Mann, der Wien kann-te und liebte und dort (i5n) ein glühender Jüng-ling , seine Elegie an den Kaiser und wider die Ve-nediger schrieb, tobt nicht weniger über den gänzli-chen Verfall der alten Einfalt, über die unleidlicheVerweichlichung des deutschen Volkes, über die neuenKrankheiten, die über alle Alter und Geschlechter ge-kommen , seit man die mannhaften Früchte der deutschenMuttererde verkauft und verschleudert, um sich vonden Giften fremder Zonen zu nähren!
llngcheuer war in allem diesem der Einiluß zweyerErfindungen: der B u ch d r u ck e r k u n st und der P o-