Reichthum und Luxu s. 121
he des Credits und großer Unternehmungen aus demWege. An ihre Stelle trat die völlige Gütergemein-schaft der Eheleute, die das Gesammtvermögen in ei-ne einzige Masse zusammenschmolz, worüber der ge-schäftskundige Mann vorzugsweises Dispositionsrechtharte.— Aber diese, in des Handels innerste Wesenheitliegende Erscheinung hätte Äncas Schritt für Schrittüberall finden können, wie er dem Faden des Handelszu-ges landeinwärts gefolgt wäre von den Küsten derAd-ria, oder der Nord-und Ostsee.—Wie durch die Sach-senkaiser , Salier und Stauffen, durch das Eisen, so wa-ren die Deutschen nun vorherrschend durchs Gold, durchden ungeheuern Reichthum ihres Bergsegens, ihres Zwi-schenhandels, Kunstfleißes und ihrer Erfindungen, ausdenen die Buchdruckerey , die Ohlmahlerey, die Uhren,der Kupferstich, der Holzschnitt, das Demantenschlei-fen, die Verbesserung des Feuergewehrs, beynahe inden engen Raum eines einzigen Jahrhunderts zusam-mentrafen!-— Die Ungarn und der ganze Norden beklag-te sich, die Deutschen trügen ihnen alles Geld aus demLande und jene edcln Könige der Schotten (meintÄneas) würden sich kaum darein finden, so üppig zuwohnen, wie ein Bürger von Nürnberg oder Wien!— Trotz alles dessen, was sie durch die unaufhör-lichen Verwüstungen gelitten und inmitten des , trotzdes allgemeinen Landfriedens fortwürhenden Faust-rechtes, mußte es dennoch den Bauern ein eigen Lu-xusgesetz verwehren, Perlen, Gold-und Silber-stoffe , Seide Sammet und gestickte Kleider zutragen! Wiewohl jetzt die Turniere immer seit-