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Zeitungen,
scheint als Hausherr zum Winter unter den Tuchlau-ben. Rudolph Agricola war sein Schüler, die eignenSohne seine Nachfolger. Noch verdienen bemerkt zuwerden: Hanns Kohl oder Carbv und Egyd Aquila.Die griechischen Wiener Arbeiten und jene aus densämmtlichen Bibelsprüchen errangen bald vorzüglichenNuf. — „Gedruckt in der Stadt Wien, zu Wien inÖsterreich, in der erlauchtesten Stadt des obern Pan-noniens, einst Flaviana," — schrieben sie auf ihreBücher. Unter Mathias beschäftigte Theobald Fejor,Bürger und Buchhändler zu Ofen, Verleger der Chro-nik des Thurocz und beyde Celtes die WinterburgischePresse. Älter als diese war wohl jene des Wiener Bür-gers Hanns Helm (Cassis). Die Bruder Leonard undLukas Alantsee von Augsburg, waren auch mir Vene-dig in häufigem Verkehr, Letzterer Hausherr auf derBrandstatt „aller Wissenschaften Pflegevater" genanntund bey St. Stephan begraben. — Die i55i nachWien berufenen, an den Platz der weißen Brüder amHof eingesetzten Jesuiten, errichteten schon im fünf-ten Jahre ihrer dortigen Niederlassung eine eigeneDruckerey. — Seit i54o besteht eine Staats-druckerey in Wien, denn Syngreiner wurde pri-vilegirt auf alle Verordnungen und Neuigkeiten. Dieerste Hofzeitung wurde »488 ausgegeben mitder Aufschrift; „Vermerkt die Hofmär aus dem Ni-derland," zur Beruhigung des, über MaximiliansSchicksal hochbekümmerten Volkes, das ihn in derHaft der meuterischen Flammander wußte. Es wurdenin der Folge über viele wichtige Neuigkeiten, Exira-