Band 
Vierter Band.
Seite
127
JPEG-Download
 

Posten. 1 27

stand, an welches »ach dem Muster seiner niederlän-dischen Städte K. Mar den Friedrich Jäger von Brüs-sel berief. — Das W a ss e rrechr auf dem einst vielstärker» Arm an der Schlagbrücke und in der Schiff-straße an der alten Donau, halte lang zum herzogli-chen Eigen in Erdberg gehört. Unter dem jungen Kö-nig Lasla hatte es der Eytzingeran sichgcriffen; i 5 o 3kam es von den Eytzingern an die Stadt Wien, diees i 5 oö unter dem landesfürstlichen Lehensband ihremMitbürger Wolf Werkersdorfer um 1600 Pfund Wie-ner Pfenninge verkaufte. Dieß Wafferrecht hieß auchdas Lerenbecheramt und kömmt als solches noch1701 vor in dem unter Leopold I. durch den geheimen'Referendar von Quarient herausgegebenen Ooilovnu-striacus. — Nicht minder belebt als die Waffcrspe-dilion, war das Wiener Bothenwesen gen V e n e d i g,leider nicht selten gehemmt durch die Eifersucht derbegünstigten steyerischen Plätze, Neustadt, Mürzzu-schlag, Bruck, Leoben und das häußg nach Ungarnschmuggelnde Peltau. — Jene Vorliebe für Neustadt,seine Wiege und sein Grab bestimmte Maren auch zudem Ausfpruch (1. Märzi 5 i 6 ), daß die Wiener Bür-ger jene der Neustadt in ihrem Handel durch Wienund über die Brücken, keineswegs irren, noch beein-trächtigen sollen. Unter Ferdinand I. ivaren die Land-kutschen schon im vollen Gange und die Miethe theuer.Daß Habsburg die Niederlande, daß es auch die spa-nischen Kronen erwarb, daß es auf zwey Seiten feind-lich gegen Frankreich gestellt und in die Händel Ita-liens verwickelt, nichts angelegneres hatte, als schnel-