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allen österreichischen Landen , an 5 ooo Pferde in blan-ker Rüstung, schön und furchtbar anzuschauen, alsodaß einigen Ungarn darum changte oder sie gerne nochin diesem heiligen Augenblick/einen Funkendes Miß-trauens und der Zwietracht in die Herzen der Koni-nige Gebrüder geschleudert hätten, wie einst ihre Va-ter bey Ottokars prachtvollem Hochzeitsmahl und Tur-nier (Vif. 42) „Chrimhildens Hochzeit" wittern woll-ten und davon flohen. Aber Sigmund hieß sie schwei-gen. „Er sey mir vollem Zutrauen in des Kaisers rit-terlich Gemüth so weit hergekommen. Wer Zlrges fürch-te , möge immerhin umkehren unb heimziehen."
Der Kaiser, der vor zwey Jahren bey Guinegateauf eben dem Felde, wo vor 87 Jahren, seine erste ,nun seine letzte Schlacht gefochten und sich auch schonden Sechzigen näherte, war in einer purpurbehange-nen und goldgeschmückten Sänfte. Als sie den Baumerreicht, wurden die Sänften enthüllt, der Kaiser bothden Königen und den Kindern die Hand und rief hellund freudig, wie er pflegte, im Latein : „dieß ist derTag , den der Herr gesendet. Lasset uns freudig undfröhlich seyn!" Wladislaw fand vor Thränen keineWorte, Siegmund dankte mannhaft und herzlich. Lud-wig und Anna zeigten kindliche Freude und Zutrauenzu dem Kaiser. Der Jubel durchzuckte alles Volk. —Dem erlesenen Kranz kühner Heeresfürsten gegenüber,waren des Kaisers Räthe und Gcheimschreiber, inScharlach und Schwarz, mit güldnen Ketten, derCardinal von Gurk, ein Augsburger Bürger, „ein-fältig wie die Tauben und klug gleich den Schlangen,"