Band 
Vierter Band.
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i36 Der Congre ß zu Wien

nere ein hochauflodernder Scheiterhaufen und einmächtig.-hoher Baum, den Platz der Zusammenkunft.Die beyden Könige trafen zuerst ein, der schwerfälli-ge 6»jährige Wladislaw in einer Sänfte, die »2jährigePrinzessinn Anna in einem prächtigen , mit allegorischenBasreliefs verzierten, mit 8 Schimmeln bespanntenStaatswagen: der Pohlenkönig ganz in Scharlachmit weiß sammtnem, roth gefiedertem Darret, einstattlicher freudiger Herr von 46 Jahren, der Bar-bara Zapolya vermählt; neben ihm auf einem, mitGolo und Silber, Perlen und Edelgestein reich ver-zierten Schimmel, sein Neffe Ludwig, der neunjäh-rige Kronprinz von Ungarn und Bohmen. Alsdannzu Roß und zu Fuß meist himmelblau gekleidet, sei-ne Reichsrälhe, Bischöfe, Woiwoden und Palatine.Viel pohlnisches, tatarisches und moskowitisches Volk.— Um Wladislaw, die Großen aus Böhmen,Mähren und Schlehen, das auf den Pferden gebor-ne, mit ihnen zusammengewachsene , windschnelle,tapfere Volk der Ungarn.

Kaum entschaarte sich von zwey Seiten auf derweiten Ebene dieß unzählbare, fremde Volk, unterfreudiger Kricgsmufik, als auf einmahl vom Hard,einen schattenreichen Waldhügel herunter, heller Glanzdie Augen blendete und kriegerische Waffen weithindurchs Gefilde blitzten. — Es war der Kaiser, umge-ben von den Gesandten von Spanien und England,von den Herzogen aus Bayern, Würtemberg undMecklenburg, von vielen Fürsten, Grafen und Herrn ausdem Reich und einem zahlreichen streitbaren Adel aus