und die Dopp e lh ei r a th. i 4 i
in der Mitte, links die päpstlichen Legaten, der Nun-tius und der Cardinal Primas von Gran, der Car-dinal von Gurk, 14 Bischöfe und viele Präla-ten. Der BischofSlatkonia hielt die Messe, MichaelBartolin, des Cardinals von Gurk Kapellan, dieAnrede. Indem bekleidete sich Maximilian am Grabeseines Vaters mit dem auf eine Million geschätztenKaiserornate, den er von den Fuggern harte. DerPrimas von Ungarn traute M a r i e n mit Ludwig,den Maximilian zu seinem Thronfolger und Reichs-vikar ernannte, vorher aber den K a i s e r mit Anna,die ihm einen kunstreichen Blumenstrauß überreichteund die er also anredete: „Wiewohl mir itzt EuerLiebden das Wort gegeben, daß Ihr Unsre Gemahlinnseyn sollet, so ist doch solches geschehen im NahmenUnsrer abwesenden beyden Enkel, des Sinnes EurerLiebden einen aus ihnen zu vermählen, dem Wir Euchauch hiermit ehelig versprechen. Und weil mein EnkelCarl dieKönigreiche Castilien und Arragon, mein EnkelFerdinand aber die Kronen von Neapel zu erbenund zu erwarte» hat, so erklären und nennen Wirhiermit Eure Liebden eine Königinn und wollen Euchals solche gekrönt haben." —Damit setzte er ihr einegoldne Krone auf und der Kaiser, die Könige und derKronprinz Ludwig, schlugen über 200 Jünglinge voinersten Adel zu Rittern.— Nach der Tafel war aufdem neuen Markte, der in einen Wald, so wie dieHäuser in Prunksäle verwandelt schien, vor einer un-zählbaren Menge Volks, Turnier und Scharfrennenvon sechs ritterlichen Paaren, den Markgrafen Georg