Maximilians Tod. i5x
der. Doch glühte in ihm ein solches Andenken seinerersten Liebe, daß er beym bloßen Nahmen der burgun-dischen Maria in Thränen zerfloß, daß er einst denberühmten Abt Trittheim auf den Knieen beschwor,ihm den rheuern Schatten nur noch einmahl herauf zurufen und obwohl der Abt es ihm bey seinem Heilverboten, die Gestalt, die er zu sehen glaubte, mitsüßen Worten ansprach und so die ganze Beschwö-rung zerstörte.
Allgemein und ganz mit Unrecht, warf manCarln V. ein ehernes Fortschreiten zum Ziele derU n i v e r s a l m o n a r ch i e vor. — Mit weit größermScheingrunde ließe sich dieses von Maximiliansagen. In seinem ritterlichen Aufsluge lag allerdingsdie Wiederherstellung des alten, wahren Kaiserrhumeswie Carol, wie Occo der große, wie der Barbarossa esgehandhabt. Fast an alle Reiche, erhob er oft sonderba-re Ansprüche, „als Nachfolger seines elttervatter desheilig khayser Carl, der da was der erst sunnenspie-gel deS reichs!" Er führte die Schilder von Eng-land, Frankreich und Portugall, als durchseine Mutter, Abkömmling der Königsstamme Porrugallund Lancaster und das Kaiserthum des Aufganges: „nurgetrennt durch Übermut der griechischen kirchen, da-rumb sy Gott gestraft hat und den hayden underworf-fen. Das hofft khunig Maximilian oder seine nachcho-men in kurzer czeit wieder zu erlangen!" — Und den-noch— bey solcher, den Schwingungen der Wünschel-ruthe ähnlichen Verschlungenheir in allen irdischenBesitz, bey dem offenkundigen Vorhaben, Kaiser