Band 
Vierter Band.
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1 5a Maximilians Tod.

und Papst zugleich, bey dem in Briefen an seineEnkel ganz ernstlich ausgesprochenen Wunsch, dereinstauch noch ein Heiliger zu werden, wehr in jedemAthemzuge Maximilians, bey aller Anziehungskraftdes Sachlichen, ein frommer und hoher Sinn fürdie I d e e, für das ewig Unbewegliche im ewig Be-weglichen , bey aller scheinbaren Versunkenheic in dieGegenwart, ein kindlich zartes, rein geschichtlichesHochgefühl für die Vergangenheit, eine heili-ge und zärtliche Innigkeit für alle, durch Ahnung undErinnerungen bezeichneten Tage, Orte oder Persön-lichkeiten.

Legitimität — ist kaum irgendwo ein gewich-tigeres Wort, als in dem, so viele Stämme, Spra-chen , Sitten und Satzungen zählenden, nur durch dieDynastie zusammengebundenen Österreich. —Max suchte und fand auch darin Legitimität, daßNiemand in seinen Räthen und Haupcleuten, Dienerzu sehen glaubte, sondern lauter Sohne und Bru-der, daß Alles nur eine Familie war, eine Ehre,ein Interesse, die Pflicht somit alle Reibe selbst-standiger Wahl erhielt und den ganzen Sporn derLeidenschaft.

Eines freylich hat Maxen gefehlt: an seinerStelle vielleicht gerade das Nöthigste und Höchste ?Es hat dieser Mangel seine meisten Unternehmungen(die nicht, wie die großen Erbfalle, unzuberechnendes derZufall herbeyführte) scheitern gemacht, er hat seinengroßartigen Unternehmungen, den Anschein Unüber-legten, des Unzeitrgen, des Abenteuerlichen gegeben.