176 Das Verderben von Mohacz.
schlechten Volk undertruckt und sambt ihrem Reichthumbund redlichen hochweysen Leutten , in des Türkenteuflische Finster nuß und vyhisches Re-giment gefallen, nach dem Sündlflusi kein höhereStraaff, — so auch das Griechisch Keiserthumb, mitdem der Türk über 600 Jahr stats empsig Krieg ge-habt. -Wie wirt es der vierten und letsten, das
ist, dem Römischen Keiserthumb, das on das gräß-lich geschmecht, vnd gegen Gott in gleichem verbrechenist, ergen? Dann der Türk mit den andern Monar-chyen oder Keiserthümben, sein macht üb e r a l l eChristenliche Häupter erhochl vnd gesterckthat. So kan er auf, seinen glücklichen fürgang vnd sigen ,die er wider die Christen erhalten, abnemmen, daser Gottes geisel ist, vnnd das seiner straaff niemandwidersein kan."
Wahrend der, bey der letzten Palatinswahl todt-lich beleidigte und zu den verderblichsten Entwürfenaufgestachelte Ehrgeitz Zapolyas, die Verwegen-heit seines Werkzeuges des ungarischen Tribonians,W e r b 0 c z und die scharfen Beschlüsse des Feuertodesund der Güter-Confiscation gegen die neue Lehre, Un-gar» und seine Nebenreiche in Verwirrung gesetzt, nahmSuleyman,(2g. August >52,) Be lgrad,das seinemUrgroßvater Mohammed herrlich widerstanden. Spä-ter fiel auch Peterwardein und am fünften Jahrestagevon Belgrads Fall (29. August i 526) geschah in wei-ter, sumpfiger Ebene, unfern« der Donau, in derBaranyer Gespannschaft, nicht weit von Fünfkirchenund von Cssek, die Schlacht, die der Ungar noch heut