Band 
Vierter Band.
Seite
177
JPEG-Download
 

Das V-erd erben von Mohacz. 177

zu Tagedas Verderben von Mohacz" nennt.-polya stand mit seinem Heer unbeweglich bey Szege-din, wenig bekümmert um den König und das Reich.Mit kaum 20,000 Mann und wenig Geschütz, fandensich die Ungarn hart unter den Augen der zehnfachentürkischen Übermacht. Der Obcrfeldherr, PaulTomo-ri, Coloczas Erzbischof, ein Barfüßer wie Capistran ,begeistert wie er, aber weit unter ihm in persönlichenEigenschaften und durch einen kürzlich in Syrmien er-fochtnen Sieg aufgeblasen, überschrie den klügernRath, der die von allen Seiten Herbeyeilenden Ver-stärkungen abwarten wollte. In weniger als an-derthalb Stunden hatte Suleymann einen vollständi-gen, ganz Ungarn und Laybach , Grätz oder Wien,wohin er sich wenden wollte, preisgebenden Sieg er-fochten. Der unselige Tomori, und der Prinias, vie-le Bischöfe, die meisten Großwürdenträger, die mei-sten Anführer blieben auf dem Platze, aus dem kleinenböhmischen Hcldenhäuflein, ein Kolowrat, Wrssowecz,Zierotin, ein Bubna und Schlick, der mächtige Herr vonJoachimsrhal. Der unglückliche Ludwig kam aus derFlucht, im Morast um, wie ein halbes Jahrhundertfrüher Carl der Kühne nach der Nanoyschlacht widerRene von Lothringen und die Eidgenossen. Kaum4000 Mann retteten sich mit dem Palatin Balhoryvon der einbrechenden Nacht beschützt. Suleymanstreifte bis an den Platten-und Neusiedlersee, ver-wüstete Alles init Feuer und Schwert, verbrannte auchFünfkirchen und Ofen, mit Ausnahme des KönigS-schlosses, zog auf dre Kunde von llnruhen in Asien schnellGeschichte Lötens ». Bt. 1 . u. 2. Heft, , 2