178 Das Verderben von Mohacz. '
wieder ab, über 200,000 Gefangene mit sich fort-schleppend.
Die edle Königswitwe Maria floh mit Bathoryvon Ofen nach Prefiburg und berief den Reichstag.—Als die Königsleiche mit Mühe wieder aufgefundenwar, erwies ihr Zapolya, der seinen Herrn in derSchlacht verlassen, zu Stuhlweißenburg die letzteEhre, umgab die anwesenden Großen mit seinen Krie-gern, ließ sich als König ausrufen und empfing die heili-ge Krone (n. November »526). —Weniger die Erb-vertrage zwischen Friedrich und Mathias; Maximili-an und Wladislam, gegen die so heftige Beschlüssegefaßt worden, weniger das Erbrecht seiner GemahlinnAnna, als des Palatins Bathory Haß wider Zapolya,lenkten wenige Wochen daraus (26. December 1626zu Prefiburg) die Wahl einer zahlreichen Partey aufFerdinanden, der auch in Prag als König von Böhmenund von seinen Nebenreichen, gewählt und erkannt mor-den. Den Gesandten, die ihm seine Schwester mitso froher Kunde geschickt, versprächet'zu Wien (19.Jänner 1627) die Freyheiten des Reichs, seine Na-tionalität und Sprache zu erhalten und Belgrad denTürken wieder zu entreißen. Anfangs August erhober sich in Person nach Ungarn und Wiens Freyheirs-brief und Polizeyordnung datiren aus Gran ilnd ausOfen. — Zapolya setzte sich mit seinem Heere beyTokay. — Den nun beynahe durch ein halbes Jahr-hundert in Ungarn sortwüthenden Bürgerkrieg, eröff-nete sieghaft ein, auch in den Geschichten WienShochwichtiger Mann, Graf Niklas Salm.