Der große Su sei; man vor Wie». 19Z
bekleidet und wohl beschenkt ins Lager hinaus, ohne denin drey Welttheilen siegreichen Großherrn.einer Ant-wort zn würdigen.
Am 25. September landete die türkische Donau-flotille. Die Mauthhauser, das Bollwerk am Taborstanden bald in lichten Flammen. Die Wolfsbrücke, dielange Dona »brücke wurden zerstört. Am daraus fol-genden Tage, 26. September, breitete sich die ganzefeindliche Hauptmacht, ein Meer von Gezelten, vonder Donau bis wieder zur Donau, von Nußdorf bisüber die Schwechat, bis über Trautmannsdors hinun-ter.— Über alle schimmerte hoch und herrlich Suley-mans Gezelt; inwendig eitel Gold und Sammetmit den herrlichsten Perlen, der Divan, aus dem erseine Paschen und Gesandten hörte, von Goldstoff,rings umher Polster von Goldbrokat mit herrlich bli-tzenden Rubinen, Saphyren und Hyacinthen geschmückt.Am Fußboden, an den Wanden die prächtigsten Ta-peten ; das Zelt von Außen in der Höhe mit goldnenKnöpfen geziert. — Um dieses mittlere Hauptgezelt,standen in gleichen Entfernungen , viele »linder präch-tige der Minister, der Günstlinge. Rund herum einegroße Anzahl Geschützes, hinter einer Brustwehre undGraben, unter der Bewachung der Bostangis. DieLage, Gestalt und Ausdehnung des großherrlichen Ge-zeltes zeigte das von Rudolph II. an derselben Stelleerrichtete Neugebäude bey Simmering, daslange ein kaiserliches Lustschloß und Menagerie gewe-sen und bey der zweyten Belagerung (i683) von denTiirken verschont, aber 1704 von den ungarischen Mal-Geschichte Wiens.. 4. Bt, l. II. 2 . Heft. ,3