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Vierter Band.
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Der große Sul e yman vor Wien. 197

geschnitten," eine gänzliche Verwirrung hervorbrach-te, da der Großherr selber schon zu Pferde gestiegenwar, den unter den Deinigen einreißenden Unordnungzu steuern. Zwar verloren die Christen kaum 200Mann, die Gläubigen beynahe das Zehnfache; aberder treffliche Hauptmann Wolf Hager war ein em-pfindlicher Verlust. Kaum war der Ausfall abge-schlagen , als in den Türken heiße Begier aufloderte ,die erlittene Schmach zu rächen. Sie ließen in der Ge-gend des vormahls Albercischen, nun CarosinischenPallastes eine Mine springen, welche die Mauernder3 o Schritt Breite niederwarf und eine vollkommenzugängliche Bresche darboth. Hierauf begann derGeneralsturm mit unglaublicher Raserey. Aber auchaus Wiens Vertheidigern bewies sich jeder einzelneMann als Held. Mehrmahls waren die Türken schonauf dem Parapet. Schon wehten von demselben zweyRoßschweife als Siegeszeichen. Ein Regen von Stei-nen , Kugeln und Pfeilen und riespnhafcc Schlä-ge mit Morgensternen und Keulen stürzten die tol-len Feindeshaufen wieder hinunter. Hektor vonReischach schien fest gegen Schuß, Hieb und Stich,denn Kugeln, Lanzenspitzen und Keulen zeigten ihreSpuren genugsam auf seinem Helm und Harnisch.Auch der alte Salm schien der feindlichen Geschoße nurzu spotten; seine Stunde war noch nicht gekommen. Die Feinde wälzten nun ganze Wälder und eineAnzahl Faschinen heran, die tiefen Gräben auszufül-len. Am 7. October sah man auf einmahl das ganze,ungeheure Feindeslager erleuchtet und einen Wald von