igli Der große Suleyiman vor Wien.
einer Trommel oder eines Wafferbeckens angezeigt undschleunigst entgegen gegraben, wodurch man meist in diefeindlichen Gänge kam, die Arbeiter niederhieb oder ver-schüttete, das Pulver aus den bereits halbfertigenMinen unbrauchbar machte, oder als gute Beute hin-wegnahm. Vom dritten Tage der Belagerung bis zurAufhebung derselben, schwiegen alle Glocken, bis aufdie große Glocke von St. Stephan, die Sturmoder Feuer anzeigte und alle Uhren standen stillebis aufdasPrimglöckleindes Stephansthurms,das al-le Viertelstunden wies. Am 26. September verjagtendie Spanier den Feind von dem Posten, den er ander langen Brücke zur Beobachtung des jenseitigenUfers anlegen wollte. Am 29. that der muthige Hek-ror von Reischach einen Ausfall, die feindlichen Tren-cheen zu zerstören, die Stücke zu vernageln. — Am3 . October feuerten die Türken Tag und Nacht un-aufhörlich. DerKärnthnerthurm, die Kärnthnerbasteynahmen großen Schaden. Trotz alles Mißlingens inden Minen, ging es auch unter der Erde bedeutendvorwärts und alle Anzeichen deuteten mächtig auf ei-nen allgemeinen Sturm. — Der in der Nacht vom 5 .auf den kr. beschloffene Ausfall mir8000 Mann begannam frühen Morgen, anscheinend mit dem größten Er-folge. Unbemerkt von den Janitscharen waren die Un-sern bereits • im Rücken der Hauvkbatterien vor demKärnthnerrhor und der Augustinerbastey und mit Mor-gensternen , Streitäxten und Kolben ein entsetzlichesMorden begonnen, als der Ruf einiger Feigen: „Wirsind verloren! rette sich wer kann, sonst sind wir ab-