Band 
Vierter Band.
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Der Tag der Erlösung.

das sämmtliche Geschütz rund um die Wälle losge-brannt. Als Suleyman dieß Siegeszeichen vernahm,gab auch er gleiche Salven aus sämmtlichem Feldge-schütz und ließ durch einige zurückgeschickte Gefangene,insonderheit durch den, bis dahin im Feindeslagerwohlgehalrenen und mit des Großherrn Gunst undGespräch beehrten Corneten Zeblitz sagen:es seygar seine Absicht nicht gewesen, etwas Ernstliches ge-gen Wien zu unternehmen, sondern bloß Ferdinan-den herbeyzuzwingen, um das Loos des KönigreichsUngarn durch eine Schlacht zu entscheiden:" Aus-flüchte, in der damahligen Kriegesmanier und in jenenBegriffen von kriegerischer Ehre gegründet, wennauch beynahe lächerlich, im Munde eines Herrschers vonsolchem Ruhm und von solcher Macht! Über 20,00c»Feinde hatte die Seuche und das nasse Herbstwetterverzehrt, über 20,000, der Kern der Janilscharenwaren in den neunzehn großen und kleinen Stür-men geblieben. Die Besatzung hatte über i 5 oc>, dieBürgerschaft übn- 700 Todte. Des GroßweffirsHoffnung, bey den heftigen Winden dieser letzten Ta-ge, die Stadt durch Mordbrenner in die Asche zu le-gen, die sich: befreyte Christeusclaven ausgaben,war eitel. Die Bösewichter verriethen sich selbst durchihren Aufwand in den Weinkellern und durch ihreFragen. Sie wurden geviertheilt. Der Eine war einPreßburger, derAndere ein Kärnthner, der Dritte garein Wiener. Run folgte dem Großherrn auch derGroßweffir in silcher Eile, daß jener am fünften,dieser am neuntin Tag Ofen erreichte.