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Vierter Band.
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Der Tag der Erlösung.

dann Beyde mit verstümmelten Waffen und Gliedernunverzagt fort, bis sie an vielen Wunden verblutend,einer den andern umklammernd und bedeckend, endig-ten; ein schönes Vorbild, wie der Krieg A l l ezu einemVolk von Brudern und das Gemeine selber

zum Ungemeinen erhebt!-Um 2 Uhr geschah der

allerletzte und heftigste Sturm, eben so frucht-los, wiewohl hart am Kärnthnerthor wieder ein bedeu-tendes Mauerstück einstürzte. Das letzte Anprallen ohn-mächtiger Wuth, das letzte Feuerspeyen der feindlichenGeschosse richtete sich dahin. Ein abspringender Stein zer-schmetterte dem Heldengreis Salm den Schenkel undgab ihm die Todcswunde im glorreichsten Augen-blickseines langen, thaten reichen Lebens(14. October - 52 t)), denn eine Stunde nach diesem letz-ten Sturm, beschloß derGroßherrdieAufh e bung d erBelagerung und den Rückzug, allarmirte um 1iUhr Nachts die Stadt, durch einen ungeheuern Lärm undmordete alle gefangenen Ehristen in seinem Lager, derWeiber und Greise nicht schonend und die Säuglinge anden Zäunen pfählend, daß das Wehgeheul durch diegrauenvolle Nacht bis in die Sradc hinein gehört wurde.Das Lager wurde in Brand gesteckt, die wenigen Re-ste der Vorstädte desgleichen. Alle Weinreben undObstbäume waren ausgehauen. Der Türken Abzuggeschah sehr langsam, gegen die Höhen des Wiener-berges. Der Großweffir stand noch, den Rückzug be-deckend. Der Jubel in der Stadt war unbeschreib-lich; Alles strömte zum Te Deum nach St. Stephan,dann zum fröhlichen Mahle. Gegen Abend wurde