Band 
Vierter Band.
Seite
208
JPEG-Download
 

2o8

Wiens neue U mst a l t u n g

( 10 . Oa. i52Ö) hatte Jakob Nagel, der heiligenGeschrifft Doctor, die Zeit Preceptor vnnd der Con-uent des Gotshawßs zum heiligen Geist (Hö-

rer Stubcnberge, der Habcrmann, des verbrannten Münz-meisters Hetz, das große Manghans; der Parchantcr. —Die L i c ch te n ste i n e und T r au tm an nS d o rfe, unddie Traun, gaben wohl vorzugsweise feit eine,» halbenJahrtausend, der Hochstraße den Nahmen Herrn-Gaf-fe. Schon unter Friedriche» IV. haben die Dietrich-steine daselbst ihr heutiges Haus an der Schaufclluche».Die beyden Häuser der Puchhcim stießen a»S Landhausund an den Minoritengarten. Einen bezeichnenden Begriffdes großen Unterschiedes der Localitäten von einst undjetzt, gibt Jürgens von Puchheinr Vertrag mit den Schot-tentl. Seilt. 1435)wegen Dienstverminderung „von einemHaus mit Zugehörde, zu Wien auf dem Mist, stoßt aufeiner Seite an die H o ch st r a ß auf der A l s gegen NeuyergerHauS, auf der andern Seiten mit deniMist. gegenüber,mit dem innern Ort an des Trauner und an des Pottcu-dorfer Häuser, mit dem Garten bis den Schotten gegen-über, drey Häuser nun mit Beywerk und Gemäuer ineines gekehrt, von den Herrn von Ranbenstein, erblichan Puchhcim gefallen." — Der Hayde» Haus stieß auf-wärts an die Badstuben hinter St. Paukraz unter» Rad-ier», Melchior Rabz, Bader und Meister, dann gegen desAbt von Admont Haus, zwischen der Strauch - und Wal-lich, (Wallucr-) straße (144g — 1462— 1480). Ursula vonHav d e n hinterließ ihr Haus auf dem Mist, nächst demAdmonterhof, den Schotte» gegenüber, ihres MannesBrnderssoh», Hannse» Fünskircher zu Skeinabrunn,der es 1546 verkaufte. — 1551 crschemt das Har rachi-s ch e Haus, „bey Schottcnthor zu Wien , nächst der Herrnvon Melk Hof." — 1550 erhielt Wolsgang Schmelze!,Schulmeister bey den Schotten, unser st a n n s Sachs,Dichter des höchst iuteressantenL 0 b r e i m e s a u f W i e n,die Erlaubniß, am Klostcrkasten auf dem Mist, ei» HauSzu bauen, gegen Revers, eS niederzureißen.