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Fe rdinauds I.
Selbstverläugnung und bey aller Festigkeit gegen dieneuen Grundsätze, der Geist vermittelnder Mäßigung.Mitten unter den größten Sorgen und bittersten Mü-hen / fand er immer noch Zeit für die geringfügigstenGegenstände der Straßenpoli^ey seiner Hauptstadt.—Von ihm ist die erste regelmäßige Pflasterung ei-niger Plätze und Straßen, von ihm die ersten Satzun-gen über Reinhaltung der Gassen und der öffentlichenPlätze, *) von ihm Wiens älteste Dienstbothcn-o rd n u n g , ( 24 . Oct. i55o , erneuert und erläutert
*) 15Ö3 wurde l V. den Wiener Kräutlern befohlen, ihrenMarkt künftig vor dem Widmcrthor, an der Leinig ru«b-, Leungestäften zu halten, wozu ihnen die Kriegsrätheeinen , der Forkisikaiion unschädlichen Platz auszeigen soll-ten. Die ganze Gegend ivtrd 1551 noch öde genannt.Die Kirche 0t. Theobald stand am Platze des heurigen,städtischen Kornmagazins, das Kloster oben auf der Leim-grube, der Pfarrhof, wo das Haus „zum goldnen Me-tzen", das die Inschrift trug:
Alles steht in Gottes Handt
Die alte Ptarr St. Theobald genannt,
Im I5ry. Jahr » 0 » den Türken ruinirt.
2m Jahr 1620 zu Gottes Ehren wieder reparirt.
Die Anhöhe überliest das Vicedomamt I5br dem HannsFrankhclm um Windmühlen darauf zu erbauen,wovon sichder Nahme des Grunocs St. Theobald, in Wind«m » h l veränderte. Aber dem Frankhelin beuchte es bester,statt Windmühlen, Zinshäuser zu bauen, westhalb er denGruntl verlor. Wo setzt die Kothgasfe steht, warenWein- und Gafrangärte». Später (1582) erhob sich dortder Garten und Mavcrhof des Königklosters oder N eu-stiftes, das Mar's II. Tochter Elisabeth, Witwe CarlsI X. von Frankreich, im ehemahls S a l m's ch e n Hausnächst der Stallburq gestiftet. — Der Grund gegendie Wien zu, hieß im Saugraben. Max l. hatte dortseinen Ziegelofen, Stall und Weingarten, die Karthaus«