Band 
Vierter Band.
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23o Die Zeiten bis zatm Ableben

Trient, dann mit Rom über bedingnißweise Gestal-tung der Priester ehe und des bereits in den Ba-seler Compactaten, auch den Layen vergönnte» Kel-ches, endlich mit den Ständen Ungarns und Böh-mens, über seines Sohnes Maximilian Nachfolge,vermehrte ein schleicheiides Fieber Ferdinands thätigesLeben (ch zu Wien am 25. July 1064.) Wie seingroßer Bruder Carl, von tiefer Schmermuth, vonden Mühen des Lebens, von der blinden Wuth desParteygeistes, vom finstern Undank seines eignenSohnes gebeugt, vor acht Jahren, alle seine Kronenniedergelegt, als Klosterbruder die auf dem Thronvergeblich gesuchte Ruhe auch nicht gefunden und seineignes Leichenbegängnifi gefeyerc hatte, war auch inFerdinands letzten Jahren, die Ruheseiner Lan-de sein einziges Augenmerk und Wohlthaten beynahesein einziges Thun. Ihn verlangte, in Prag,an der Seite seiner, vor 16 Jahren vorausgegange-nen Gemahlinn, der jagellonischen Anna, Mutter von4 Söhnen und n Töchtern zu ruhen, llber ein Jahrblieb die Leiche in der Burgkapelle, wurde dann am6. Aug. i565 bey St. Stephan mit großem Geprän-ge-eingesegnet und nach Böhmen geführt.

Während seiner 45jährigen Regierung (der läng-sten nach Leopold l., der 4? Jahre geherrscht hat) istWien, wie unter Leopold, Theresia und Franz I.,wahrlich ein ganz neues Wien geworden. Wir ha-ben gesehen, in wie viele Verwaltungszweige Ferdi-nand organisch eingegriffen? In jeder von ihm aus-gegangenen Zeile, herrscht ein edler Geist väterlicher