Band 
Vierter Band.
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24 Fortschritte bei- Reformatio n.

Ungethüme der Apocalypse verabscheut waren. DieDenkwürdigkeiten der Wiener Hochschule werben unszeige«/ wie sehr bieses auch bey ihr ber Fall gewesen.

So wilb auch jene Bewegungen, so ansteckendbie allgemeine Gehrung, so bebenklich ihre Folgenwaren/ suchte Ferbinanb boch etwa bie Rettungkeineswegs bariii/ beu ohnehin schon großen Verlu--sten, noch größere zu gesellen, beu Zeitenstrom zurück-fließen zu machen, alles Licht auszublasen, auszulre-ten, (eitles unb jebeczeit vergebliches Wagnis;, wasin ber Nahe brennbarer Stoffe meist nur tes Bran-bes schnelleres Auflobern entscheibei). Er wollte basLicht in unschädlicher, wohlverwahrter Lampe fort-brennen lassen unb emsig psiegen, zum Frommen ei-ner ruhigeren Zeit, zum Besten ber kommenben Ge-schlechter. — Seine Gesetze beklagen wehmüthig benVerfall besten, was unter Map so herrlich aufgeblühtunb ben Mangel au Menschen. Jebes Jahr hat hie-für sorgende Verorbnungen aufzuiveisen. Unter anbernbefahl er allen Klöstern, ber Wiener Hochschule jähr-liche Beytrage zu leisten , insonberheit für ben Un-terhalt einer theologischen Faculkat und beständig einegute Zahl Novize» oder Stipendiaten daselbst zuunterhalten. — Der Parteygeist war indeß mit je-dem Tage minder zu zügeln. Die Frohnleichnams-proceffionen mußten unterbleiben, um nicht in denGassen eine Schlacht zwischen beyden Religionspar-ceyen zu veranlassen. Kein Priester durfte mehr anWerktagen die Messe lesen, keiner ohne Bedeckung‘ mit der letzten Wegzehrung zu einem Kranken eilen.