Band 
Vierter Band.
Seite
31
JPEG-Download
 

Fortschritte der Reformation. 5i

die Furcht erregt und bis i» unsre Tage schreckte dasGespenst der ll n i ve r sa l m on a r ch ie Carls V.— Gerade die Vereinigung von so verschiedenenund so >v e i t e u t l e g e n e n Reichen, zwischen denenallen, das einige und mächtige Frankreich, überall aufden Hauptverbindungen, überall auf der kürzern Li-nie stand, von Reichen, in Osten von den Türken,an allen Küsten von mächtigen Seeräubern, im In-nern von der Neuerungswuth bedroht, mir dem'Gol-de der neuen Welt, nur sehr unzuverläßig bereichertund in beständigem Finanzdrange, wäre die sichersteBürgschaft der Freyheit gewesen und mußte den Nach-barn zahlreiche Bloßen darbiethen. '— Weit näherals Carl V. indessen Gebieth die Sonne nie unter-ging, stand diesem Ziele der Weltmonarchie, das bo-na p a r t i sch e Frankreich, an sich stärker als jederEinzelne seiner Nachbarn, in sich abgeschlossen undausgerundet, in der convulsivischen Kraft der voraus-gegangenen Revolution, Alles sich aneignend und ein-verleibend, oder durch übermächtigen Krieg und treu-losen Frieden in Ohnmacht schleudernd, dadurch aberauch die Allgewalt im Innern über alle Schrankenemportreibend.

Die in zahllosen Beschwerde» der Stände, in tag-täglich kühnern Flugschriften posaunte Ubermacht'derkatholischen Partey war nur scheinbar. Selbst die bey-den Linien Habsburgs, zu Wien und Madridtrennte Diesjähriger Kaltsinn trotz des gemeinsamenGlaubens und der gemeinsamen Gefahr. Der römischeHof zum allgemeinen Band der katholischen Mächte,