Band 
Vierter Band.
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Gegenreformation. ' 3g

det, in noch jungen Jahren Tomprobst bey St. Stc-pban und Kanzler der Wiener Hochschule, Hofprc-diger und des Kaisers Rath, im 35). Jahre Bischofzu Neustadt (>5W). Zehn Jahre darauf Bischof zuWien, zuletzt K. Mathias allgewaltiger Minister undCardinal, und dennoch, wie wir hören werden, inseinem letzten Jahrzehend , eines der auffallendstenBeyspiele vom Unbestand alles irdischen Glückes.

Klcsel und der Bischof von Paffau, ErzherzogLeopold, führten überall wieder den Gebrauch des Abend-mahls unter einerley Gestalt ei». Dasselbe setzte auchdes isetztern Bruder, Erzherzog Ferdinand zu Grabbey seiner Gegenreformation in Jnnerösterreich durch.Die S tande musiren den Flarcianern endlich befehlen,«in ordentliches, christliches Bekenntniß zu Tage zufördern. Efferding wurde zuletzt ihre Zufluchtsstätteund Rüdiger Starhemberg war ihr hartnäckigster Ver-theidiger, bis sie alle mit einander vertrieben wur-den. — Ein angeblich vom Teufel besessenes Mädchen,Anna Schildbauer zu Wien, die sich von ihrer eignenGroßmutter Elsbeth Dleymacherinn bezaubert wähnte,die deßhalb auch zil Erdberg lebendig verbrannt wur-de, brachte die Gährung zwischen den Jesuiten undden Pradikanren auf das höchste (i583). —Waidho-fen an der Ubs wurde von seinem Grundherrn, demBischof von Freysing (i58G) und die sonst allezeitge-treuen Städte Krems und Stein, landesfürstlicherSeils strenge reformirt.,Erzherzog Ernst erhielt deß-halb von Sirtns V. den geweihten Hut und Degen.Daß der weltliche Arm den Letztem nicht bey <L>eite