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Gegenreformation.
rite», wo Dr. Opitzgar bald sein unsinniges Tobenbegann, den Buchführer im Landhaus, als Haupt-avostel sich beylegte und was der Rasende sich in Wienselbst zu sagen nicht getraute, durch seine Genossen inH e r r n a ! s, in Vö s e n d o rf und I n z e r s d o r sunter die leicht entzündliche Menge warf. Darüberhinwar er noch ein wüthender Flaccianer, von seinen eig-nen Glaubensgenossen deßhalb angefeindet und verke-tzert, aber pflichtvergessen genug, gegen seinen Re-vers für diese Grillen, von der Kanzel Proselyte» zumachen ! Die Uneinigkeit und das Zerwürfnis; der evan-gelischen Prediger in Österreich war so grosi, daß dieStande (des Landesherr» völlig ungefragt,) WolfChristoph von Mammingen, Herrn zu Nußdorf ander Trafen, an den berühmten C h y t r ä u s nach Ro-stock, den er schon einmahl heinilich nach Österreichgefiihrt, neuerdings um einen Generalvisicator undSuperintendenten gesendet, den ihm Chyträus auchin Dr. Lukas Backmeister zugeschickt. Dieser hielt zuHorn eine große Zusammenkunft und dann auch zuSchallaburg, zu Rodaun, zu Feldsberg und zu Enzers-dorf im langen Thal, weitwendige Visitationen und' kehrte darauf nach Rostock heim, wiewohl die StandeAlles aufgebothen, ihn alS beständigen Superintenden-ten ihrer Kirche zu behalten, die ein widriger Streit überdie Gnade und Erbsünde fort und fort zerriß und Blößengab, die Niemand mit mehr Verstand und Kraft benutzte,als Melchior Kiesel. S ohn eines lutherischen Bä-ckers zu Wien, ward er schon in früher Jugend vonden Jesuiten angezogen, zu Jngolstadt, wohl ausgehil«