Band 
Vierter Band.
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Nudolphs G e m ü t h s k r a n k h e i t rc. 5 1

auf einen Prinzen eben dieses Hauses. Sie beniesMathias als souveraineii Statthalter. Dieser er-griff die Gelegenheit mit beyden Handen und eilteheimlich (>vie konnte er anders?) nach Bruffel. —Unstreitig war es der Augenblick, die Niederlandenoch zu retten und alle Parteyen zu vereinigen, hat-te anders Philipp auf diesem Schritt rasch fortgebautund damahls schon gethan, was er späterhinfür seine Tochter Jsabelle und für ihren Gemahl Al-bert, Mathias Bruder, dennoch that, aber zu sparund darum fruchtlos. Die bisherige» Unglücksfalleaber hatten seinen Starrsinn noch nicht genug gebro-cheist. Er nahm Mathias Ankunft als eine Feindselig-keit gegen sich, als eine höchst bedenkliche Anerkennungder bisherigen Geivalcschricte der Niederländer. Nochaufgebrachter waren Rudolphs geheime Rathe, daßein Prinz des Hauses durch einen raschen Entschlußund durch das Zutrauen des Volkes dasjenige erreichensollte, wozu sie so oft den günstigen Augenblick ver-säumt, was ihre Rathschläge immer weiter entfernthatten! Mathias von beyden Häuptern seines Hau-ses, von Rudolph und Philipp gleich hart angesehen,trat zurück und suchte eine geistliche Wurde, da Ru-dolph selbst dem Flehen der Mutter für ihn keine Aus-sicht zu einer Heirath oder sonstigen Versorgung gegönntharte. Aber die kaiserlichen Commiffarien gaben ihmdie Exelusive. Seine dürftige Einsamkeit in Antwer-pen konnte er nimmer ertragen, er unterwarf sich Ru-dolphen auf Gnade und Ungnade und lebte in einerArt von freyer Skaarsgefangeiischafl zu Linz. Bey

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