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Vierter Band.
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Die F e n st e r a b st ü r zung z u P r ag. 65

thr Verboth neugebauten Kirche» gesperrt, war einer^er uniniccelbarste» Anlaste des 3ojahrigen Krieges.

Der lange Druck, den die Katholischen erfahren,erzeugte heftigen Gegendruck. Ferdinands Thronfolgeerfüllte sie mit unvorsichtigem Jubel, stachelte sie zuunklugen und herausfordernden Äußerungen. Im un-glücklichsten Augenblicke reihte man den Thurn, in-dem man ihm das Burggrafenamt zu Carlstein, dieHuth der Krone, der Reichskleinodien, derFreyheics-öriefe entzog, wahrend man ihm doch ein viel gefähr-licheres Amt nicht nehmen konnte, das eines Defcn-sors der Protestanten oder wie die Bohmen es lieberhvrren, der Ucraquisten. Als solcher bewirkte er eineaußerordentliche Versammlung zu Prag aus jedemkreise. Mathias 'Abmahnungsschreiben gab er eineDeutung, die Alles mit Furcht, Haß und Vorberei-tung zu vermeinter Nothwehr erfüllte. Schlau führteer die gereihten Gemüther von Stufe zu Stufe, undeudlich, die Person des Kaisers arglistig von seinenDcatthaltern trennend und alle Schuld auf sie mal-end, zn jener Gewaltthat der F e n st e r a b st ü r-,i»ng ( 2 , 5 . May von welcher der 3ojahrige

^eieg datirt. — Der oberste Burggraf S t e r n b e rg,^r Kanzler Lobkowitz wurden von den Verschwor-"au aus dem Rathssaale weggeschleppt, indeß derKammerpräsident S l a w a t a und M a r l i n i z (an^hurns Stelle Burggraf zu Carlstein), aus den Fen-fai',, der Konigsburg in den Schloßgraben gestürztWurden, wie es die Romer mit den Unterdriickern derdas Volk Gottes mit Jezabel, der Feindinn

abiens 4 BS, 3. Heft. 5