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Dreyßig, ährig er Krieg.
seines GlanbenS gemacht und wie es altböhnüsche Sittesey!" — Ein Rückschritt war nun nicht mehr möglich/stehen zu bleiben eben so wenig. Die Vertreibung derJesuiten war das erste. Das Volk erhitzte man nochmehr durch das Gerücht einer in Prag vorbereitetenBartholomäusnacht und es dauerte nicht lange, daßzwischen den Kaiserlichen und den Völkern der Stan-de, offene Feindseligkeit begann. — So sehr hatteder Glaubenszwiespalt alle Bande gelockert und ge-löst, daß der Kaiser keinem I »land e r ei» Com-mando zu vertrauen wagte! Zwey Zöglinge Spinolaserhielten es, der Lothringer, Heinrich Duval Grafvon Dampierre und der Niederländer Carl Lon-gueval, Graf von Bucquoy.— Der Madrider Hofnäherte sich endlich wieder nach langem Kaltsinn, mitthätiger Hülfe. Der katholische Reichstheil stellte seineLigue der protestantischen Union entgegen, dessen un-geachtet war Mathias und sein allmächtiger Minister,Bischof Kiesel, für Duldung und Nachgiebigkeit. —Ganz Deutschland und klngarn und mehrere Kreuz-cheere hatten vor den Hussiken gezittert, wie nun dieböhmischen Protestanten bändigen, die von der Unionutid von allen ihren Glaubensbrüdern unterstützt wur-den ! — Ganz anders aber dachte Ferdinand, in derÜberzeugung, die Stände hätten ihren Entschluß schongenommen, die Schattenhoheit des alten, krankenKaisers vor der Hand noch anzuerkennen, Ferdi-nanden aber nie auf den Thron gelangen zu lassenund den offenen, ewigen Bruch, auf den günstigenAugenblick des Z >v i sch e n r e i ch e s zu verspäten. Er