Band 
Vierter Band.
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Ü6 Schlacht am weißen Berg

eine neue Heimath unter Leopolds I. langer Regie-rung kehrten die meisten dieser Familien, nachdem siezur Lehre ihrer Vater zurückgekehrt, nach Österreichwieder. Der Enkel jenes Erzmeulerers Jörg er,wurde ein vielgewaltiger Minister und Geschichtschreiberseiner Zeit, aber der Bruder des neuen Günstlings,konnte nach dem langen Dunkel, den gahen Sonnen-blick des Glückes nicht ertragen und begrub den be-rühmten Nahmen in der Klosterzelle zu Lilienseld. —

Der Siedenbürger Fürst schloss den NikolsburgerFrieden, des Winterkonigs Bundessreunde', der gross-artige Räuber Mannsfeld, Christian von Braun-schweig, der Ritter der Pfalzgrasinn Elisabeth, (Toch-ter des Drirtenkonigs Jakob und Enkelin» der ent-hauptete» Stilart,) der Markgraf von Baden, derDanentönig Ehristian , erlitten durch Till,) eine Reihevon Niederlagen und ei» dauernder Friede schien er-zwungen, als Ferdinands Restitutionsedict neue Ver-wicklungen herbeyführte, kraft dessen die Protestanten,die erst nach dem Religionsfrieden, also gegen diesesReichsgesetz, gewaltsam eingezogenen geistlichen Gü-ter, wieder herausgeben sollten. — In der hierdurch er-standenen großen Gahrung, trat ein neuer Kampferauf den Schauplatz. Am 24. Juny >654 landete derSchwedenkonig Gustav Adolph auf Rügen. I»seinem Gefolge war der alte Unruhstifter Thurn.

So mancher drohenden Feindesgefahr wie durchein Wunder entgangen, erlitt Wien, neben vorüber-gehenden Seuchen, durch die Flammen ein grossesUnheil binnen der 19jährigen Herrschaft Ferdinands.