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Torstenson vor Wien.
Die kaiserliche Familie, die Schatzkammer, dasArchiv wurden »ach Gratz geflüchtet. Der Kaiser be-schloß, gleich seinem Vater, in Wien das Äußerste zuerwarten. Der Erzherzog Leopold Wilhelm trat andie Spitze der wenigen Truppen. Jedes Haus mußtej»r Scromeshuth einen Mann stellen. Die Stände ver-willigten den fünfzehnten Mann, die Artillerie undgerüsteten Giltpferde, der Abt von Lilienfeld, Cor-uelius Strauch, in Rom gebildet, Schriftsteller undGeschäftsmann, leistete in der fürchterlichen Verwir-rung , i„ der gar viele Herrschaften bis SalzburgUnd bis Venedig flohen, gar Vieles, was eigentlichdie Minister und die Generale hätte» leisten sollen.Die Bürgerschaft und die Studenten zeigten densel-ben-trefflichen Geist, wie vor 26 Jahren, mehrereVersuche der Schweden, bey Schwechat und beyHeim-durg die Donau zu übersetzen, wurden vereitelt. Erz-^'rzog Leopold Wilhelm war beständig im Lager, inder Wolssau, am alten Tabor, wo damahls die Brü-Ee gestanden. Als er am Morgen des Brigittenta-grs, bethend auf den Knien lag, flog eine schwedischeKanonenkugel in sein Gezelt und ohne den mindestenSchade,, zu seinen Füßen nieder. Zum ewigen An-denken ließ der Erzherzog an eben der Stelle und nachd^r Form seines Gezeltes, der heiligen Brigitte eineKapelle erbauen und seit der Zeit heißt die Wolfsaue,^^gittenaue.
torstenson schickte einen Trompeter nach Wien,^ schnelle Ranzionirung der zahlreichen gefangenenGenerale uud Oberofficiere vorzuschlagen, widrigen-