■100
Rakoczy in P r eßburg.
Jankau. Die Uneinigkeit des kaiserlichen FeldherrnGrafen Hazfeld mit den liguistifchen Götz und Jeande Werth erzeugte einen verderblichen Ausgang. Götzblieb mit mehreren Generalen todt, Hazfeld wurdemit einer bedeutenden Heersäule gefangen, alles Ge-schütz und Gepäck fiel in die Hände der Sieger. DesHeeres Trümmer warfen sich in wilder Flucht nachTabor und Prag, das der Kaiser eilends verließ unddessen Vertheidigung er dem Grafen Schlick übertrug,über Rcgensburg nach Wien eilend. — Jean de Werthzog in dieser großen Noth mit der bayerschcn Reutereynach Hause. Der erste Schrecken übertraf jenen vonTillys Niederlage bey Leipzig. — Prag rettete nur,daß Torstensons stolzer Sinn auf Wien gerichtetwar. 6 Tage nach der Schlacht stand er schon an derDonau, Jglau und Znaym und mehrere feste Schlos-ser in seinem Sturmschritt mit fortreißend. Steinerstieg er am 16. März mit Sturm. Am 19. mußtesich der Oberste Ranfft in Krems auf Discretio» er-geben. Der Rakoczy stand mit 22000 Mann in Preß-burg. — D ü r r e n st e i n, Richards Löwenherz Gefäng-niß und kein umvichtiger Paß an der Donau wurdegesprengt, Kreuze »stein besetzt und am 2g. MärzKörnen bürg mit reicher Beule erobert, daraufdie Wolfs brücken - Schanze an der Donau durchdas heftigste Feuer und durch förmliche Aproschengleich einem festen Platze belagert und genommen,worauf Torstenson sein Hauptquartier nach Mistel-bach verlegte, und vor allen die Verbindung mitRa*koczy und den Palatin Ungarns zu eigenmäch-tiger Neutralität zu bewegen suchte.