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Vierter Band.
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i 52 Die ungarischen Mißvergnügten.

den,) öffnete sich bald wieder in Milde gegen seineSöhne. Zwar war ihr reiches Erbe verloren und zumTheil an Auslander verschenkt; aber Ladislav wurdeBischof zu Csanad, Thomas, Obergespann und Kron-hüther, Franz, General in des Kaisers Heer. SemSohn, gleich dem Vater und dem unglücklichen Ahn,Franz genannt, war mit dem Palatin JohannPälffy, mit Carl und Ludwig Batthynny, der ruhm-würdigste Vertheidiger Thcresiens und der pragmati-schen Sanction, der Held von Braunau, München,Savern, Hagenau und Trautenau, von Rottofredo,Piacenza und Genua, von Collin und Holzberg, vonSchweidnitz und Breslau.

Derselbe Tag und dieselbe Stunde war auch demZriny und Frangipani tödtlich. Ihre Häupterfielen im Neustädter Zeughaus, beyde erst auf dendritten Streich, so auch T a t t e n b ach S zu Gratz,dessen Hinrichtung sich aber bis in den December verzog.

Leopolds Historiograph W agn e r vergleicht dieseBeyspiele strafender Gerechtigkeit mit der HinrichtungE g m o n t s und Hoornes, die den A b f a l l der Nie-derlande entschied : wohl nicht ganz richtig. DieseHingerichteten waren »»bezweifelt, des Todes schul-dige Hochverrächer. — Es war bequem, als der un-selige Bürgerkrieg aufloderte, der in der Folge dieTürken vor Wien geführt, alle Schuld auf den, ohne-hin in die tiefste Ungnade gefallenen Fürsten Lobko-wib zu werfen. Allein in Ungarn wußte man sehr gut,daß Lobkowitz (überhaupt kein Freund von Extremen)gerne, da es noch Zeit war, versöhnend und begüti-