Band 
Vierter Band.
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Die ungarischen Mißvergnügte n. i 5 «

Seine Söhne wollte er nicht mehr sehen. Übrigenswar seine Haltung bis aus Ende anständig und reue-voll und die eines katholischen Eiferers. Es hatte sichder Papst für seine und Zrinys Begnadigung, jedochvergeblich verwendet. — Am 3 o. April 1671 frühMorgens wurden die Thore gesperrt, die Bürgerschaftwar unter Waffen, die Skadtguardia in Bereitschaft,die Ketten auf den Gaffen aufgezogen. Pios Regi-ment zu Fuß und die heistcrschen Dragoner standenam Judenplatz, am Hof, am neuen Markt, am Lu-geck und am Schwibbogen bey der Universität. Ra-dasdy ging aus seinem Gemach hinab, in die Bür-gerstube (jetzt Registratur) wo auf rolhbehangenerBühne der Stadtrichter, Johann Moser, mit bedeck-tem Haupt, das Schwert in der Linken, den schwar-ten Stab in der Rechten, sammt den Beysitzernschwarz gekleidet, saß; seitwärts von ihnen auf einereigenen Tribune als Zuseher der türkische Tschausch,Hadschi Ibrahim. — Nadasdys Kovf siel, wahrender noch bethete, auf den ersten Streich. Das Richt-schwert und der Stuhl sind jetzt im bürgerlichen Zeug-hause. — Die Leiche wurde sogleich in einen Sargü^legt und im Hofe des Rathshauses bis zur Abend-dämmerung öffentlich ausgestellt, dann aber zu denAugustinern auf die Landstraße und von dort in daSt'vn ihm gestiftete Kloster und Erbbegräbnis! zu Locken-haus geführt, wo er noch in marmornemDoppelsargunversehrt daliegt, sogar mit erhaltenem Bart undHaupthaar. — Leopolds Herz (seine Hand war mit^iühe zur Unterzeichnung des llrtheils gestimmt wor-