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Vierter Band.
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Die ungarischen Mißvergnügten. i35

Forvak, in Ungarn und vereinigte sich mit den Miß-vergnügten. An deren Spitze trat nun der junge Em-merich Tököly, siegte in mehreren Treffen überLeopolds Feldherrn und ließ seine Tatarenhorden bisvor Neustadt und ins Marchfeld, ja bis tief in Mah-ren streifen. Viel zu spat dachte man nun auf Ver-söhnung und Vereinigung, kaum daß die große Pesteinen Stillstand in dem wechselseitigen Toben erzwäng.Sie verscheuchte auch den'Ampringen mit seinen Hel-fershelfern und der Hof selber verboth ihm zurückzu-kehren. Der Ödenburger Reichstag (» 681 ) nahm diegrößten Vergewaltigungen zurück, stellte die Palati-uatswürde, die alte Gewalt der Baue, die alte Gränz-miliz wieder her, die willkührlichen Steuern ab,gab allgemeine Amnestie und den helvetischen und augs-burgischen Confessionsverwandten, die reichsgesetzlicheReligionsfreyheit. — Doch nun war es — zu spät; —Tokölys Ehrgeitz wollte noch kein Ende unddieMacht-bolhen des Hofes ließe» unzeitige Racheplane durch-schimmern. Die Pforte war nun durch keinen kandioti-schen oder Kosaken - Krieg mehr abgehalten. Der fran-zösische Einfluß siegte im Divan und so stand denn,öwey Jahre nach jenem Reichstag, Tököly in Pr e ß-öurgund der Großweffir Kara MustaphavorW icn.

Dieses von den Schwede n nur geschreckt, nurgeneckt von den Ungarischen Mißvergnügten und Ta-^^ren, deren verheerende und mordbrennerische Beute-züge inzwischen allzuoft und allzudeutlich von Wiens^hürmen wahrgenommen werden konnten, war indeßzunehmendem Wohlstände fortgeschritten. Dieser,